Grußworte

Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrtes kunstinteressiertes Publikum,

ich freu mich sehr, dass bereits zum dritten Mal die Kunstmesse Weilheim stattfindet. Drei Tage zeitgenössische Kunst auf höchstem Niveau ist auch für die Kulturstadt Weilheim eine echte Besonderheit.
Das Stattfinden der dritten Kunstmesse Weilheim ist eine bemerkenswerte Tatsache und ein starkes Indiz für eine äußerst aktive und rührige Künstlerszene vor Ort. Das Kunstforum Weilheim e.V. und seine Mitglieder hatten bereits in den Jahren 2015 und 2017 das richtige Gespür, bildende Künstlerinnen und Künstler aus ganz Bayern für das Veranstaltungsformat einer überregionalen Messe zu gewinnen. Die Kunst wird in sehr  konzentrierter Form präsentiert und die Besucher bekommen nicht nur Einsicht in ein breites Spektrum an zeitgenössischer Kunst geboten, sondern auch den direkten Kontakt zu den Künstlern selbst.
Mit dem selbstbewussten Untertitel „Produzentenmesse zeitgenössischer Kunst aus dem süddeutschen Raum“ hat die Kunstmesse Weilheim auch 2019 zum Ziel, bildende Kunst aus Bayern und darüber hinaus in ihrer ganzen Bandbreite in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen. Die Fachmesse möchte auch einen Beitrag zur Förderung von Interesse, Verständnis und Engagement zu Gunsten der zeitgenössischen Kunst leisten. Eine fachlich hochkompetente Jury stellt das Ausstellerprogramm von 47 Künstlerinnen und Künstlern aus den Sparten Malerei, Bildhauerei, Grafiken und Fotographie zusammen. Meine große Anerkennung gilt den Mitgliedern des Kunstforums Weilheim e.V., die verantwortlich für Planung und Organisation sind, wozu auch die Generierung von Fördergeldern zählt.
Die Kunstmesse Weilheim 2019 bereichert das kulturelle Leben in der Region Oberland.
Besuchen Sie die Kunstmesse Weilheim und verschaffen Sie sich vor Ort einen Eindruck von den einzigartigen Werken authentischer bildender Künstler. Erleben Sie Kunst und Kunstschaffende ganz unmittelbar, lassen Sie sich inspirieren und nehmen Sie einen bleibenden Eindruck mit nach Hause.
Beim Kunstforum Weilheim e.V., seinen Mitgliedern, der Messeleitung und allen Förderern, die zur Realisierung der Kunstmesse Weilheim beigetragen haben, möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

Ihr
Markus Loth
Erster Bürgermeister

Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Künstlerinnen und Künstler,
liebe Freunde der Kunst!

Die Weilheimer Stadthalle im Zeichen der zeitgenössischen Kunst! Wir dürfen uns freuen auf die dritte Kunstmesse bei der wieder Künstlerinnen und Künstler aus der Region Weilheim-Schongau, ja sogar aus ganz Bayern zu Gast sind.
Die Kunst ist zwar nicht das Brot, wohl aber der Wein des Lebens (Jean Paul).
Lassen wir uns also berauschen von den dargebotenen Kunstwerken. Obwohl Kunst eigentlich etwas ganz Selbstverständliches ist, was uns im Leben begleitet, so entsteht doch immer wieder mal ein Zweifel, ob nun etwas Kunst sei oder nicht. Über Kunst lässt sich bekanntlich nicht streiten. Kunst ist eine Ausdrucksform von Gedanken, Gefühlen und Emotionen. Kunst bereichert unser Leben, spricht den Menschen in seinem Denken, Fühlen und Handeln an, ist alterslos und fasziniert uns.
Ich freue mich persönlich sehr, dass sich die Kunstmesse in Weilheim so etabliert hat und das kulturelle Leben in unserem Landkreis ergänzt. Wir dürfen uns wieder auf ein breites Spektrum an künstlerischen Darbietungen freuen. Sehr interessant wird sicher die hautnahe Begegnung mit den Künstlerinnen und Künstlern. Gehen Sie auf eine spannende Entdeckungsreise und lassen Sie sich beseelen und verführen – raus aus dem Alltag, rein in die Fantasie…..
In diesem Sinne wünsche ich der diesjährigen Kunstmesse in Weilheim einen gelungenen Verlauf mit vielen interessierten Gästen.
Bei allen Beteiligten, den Organisatoren und den Ausstellern, die so viel Engagement und Ideenreichtum mitbringen bedanke ich mich sehr für ihren Einsatz.

Ihre
Andrea Jochner-Weiß
Landrätin

Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Künstlerinnen und Künstler,
liebe Kunstfreunde,

„Die Künstler machen sichtbar, was sonst unsichtbar bliebe“
mit großer Freude darf ich Sie zur 3. Kunstmesse hier in Weilheim wieder aufs Herzlichste willkommen heißen.
Die Kunstmesse-Weilheim hat inzwischen eine überregionale Ausstrahlung und Bedeutung. Professionell organisiert und realisiert als Produzentenmesse von Künstlern für Künstler, beweist sie die hohe Qualität des zeitgenössischen Kunstschaffens. Professionelle Künstler haben bei der Kunstmesse die Gelegenheit sich einem breiten Publikum zu präsentieren, ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen.
Die Besucher haben wiederum die besondere Möglichkeit, ganz entspannt und in einer
besonderen Atmosphäre ein ungewöhnliches Spektrum an Kunst gleichzeitig an einem Ort zu genießen und die diesmal ausstellenden Künstler persönlich kennenzulernen.
Denn hochqualifizierte und begabte Künstler aus Nah und Fern stellen ihre zeitgenössischen Werke auf der 3. Kunstmesse Weilheim aus und versprechen wieder einen sehr abwechslungsreichen Einblick in ihr Schaffen. Gerade diese Vielfalt kommt auch bei den Besuchern sehr gut an und der große Zuspruch zeigt auch, wie wichtig den Menschen aus der Region die Kunst ist, die ja in vielen Fällen mit der hiesigen Geschichte tief verwurzelt ist. Der Auftrag, das Erbe zu erhalten und die zeitgenössischen Künste zu fördern, ist Anspruch und Verpflichtung zugleich.
Mein Dank gilt dem Kunstforum, dem Messeteam und allen, die mit Planung, Organisation und Durchführung des Projektes beteiligt waren, dies wäre alles nicht möglich ohne
dieses große, meist ehrenamtliche Engagement und die finanzielle Unterstützung aus vielen Bereichen, denen der Standort Weilheim und die Unterstützung von Kunst und Kultur ein Anliegen ist.
Ich lade Sie nun ganz herzlich ein, auf  Entdeckungsreise zu gehen und dass Ihnen dabei vielleicht auch einiges sichtbar wird, was bisher für sie unsichtbar blieb, viel Vergnügen!


Ragnhild Thieler
Kulturreferentin der Stadt Weilheim


Was ist Kunst? Eine eindeutige Antwort darauf kann wohl niemand
geben. Für den einen ist es eine kreative, vereinfachte Ausdrucksform für komplexe Themen, der andere verbindet damit die Fähigkeit, besonders
geschickt mit Pinsel und Farbe umgehen zu können. Eines ist klar: Den Begriff „Kunst“ definiert jeder anders, und das macht ihn so vielfältig. Eine große Vielfalt lässt sich auch an den Werken der Künstler erkennen, die an der Weilheimer Kunstmesse teilnehmen. Wir freuen uns an diesem
Wochenende auf ein farbenfrohes Weilheim, das allen Besuchern
hoffentlich lange in Erinnerung bleiben wird.

Doch nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Gesellschaft ist Vielfalt ein wichtiger
Stützpfeiler – für ein abwechslungsreiches Miteinander, in dem für jeden etwas geboten ist. Gesellschaftliche Werte wie Toleranz, Vertrauen und Achtsamkeit gewährleisten, dass
Menschen mit unterschiedlichsten Lebensentwürfen sich auf Augenhöhe begegnen können. Für diese Werte setzen wir uns als Genossenschaftsbank seit Langem ein. Lassen Sie uns
gemeinsam dafür eintreten, dass dieser Reichtum an Vielfalt nicht nur in den Werken der
ausstellenden Künstler, sondern auch im menschlichen Zusammenleben Bestand hat.

Ich wünsche allen Besuchern der Kunstmesse – ob klein oder groß, jung oder alt – viel
Vergnügen und Inspiration!

Ihr
Dieter Strobel,

Leiter des Geschäftsstellenverbundes Oberland der Sparda-Bank München eG


Gute Geschäfte sind die beste Kunst

Sie sollen Kunst machen und sich um den Verkauf nicht kümmern. Geld korrumpiere die Kunst. Echte Künstler seien frei von den Zwängen des Marktes, unabhängig von Anerkennung, im Einklang mit sich und ihrer Kunst, antikapitalistische Revolutionäre sozusagen, die immer kurz vorm Verhungern stehen, und nach dem Tod endlich ihre größten Erfolge erzielen. Der gute Geschäftsmann dagegen habe mit Kunst nichts am Hut. Das ist eine hübsche Geschichte, die wir oft erzählt bekommen, wenn es um das Thema Kunst und Kommerz geht. Sie hat allerdings wenig mit der Realität zu tun hat. Fast alle erfolgreichen Geschäftsleute beschäftigen sich mit Kunst, um abzuspannen und Kreativitätspotenziale zu entwickeln; und fast alle erfolgreichen Künstler haben entweder von Beginn an genügend Geld zum Leben oder sie verdienen es mit ihrer Kunst. Andy Warhol hat Recht: »Being good in business is the most fascinating kind of art.« Gute Geschäftsleute sind auch Künstler; und gute Künstler sind auch Geschäftsleute. Wenn Kunst und Kommerz zu ihrem je eigenen Recht kommen und beides gut miteinander funktioniert, kann wirklich Faszinierendes geschehen. Wir im Landkreis Weilheim-Schongau wissen das.

Die Wieskirche ist mit ihrer ornamentalen Pracht und ihre dynamischen Raumwirkung ein atemberaubend schönes Zeugnis der Rokokoarchitektur. Dabei war die Errichtung zunächst völlig unwirtschaftlich: Sie verschlang fast fünf Mal mehr als ursprünglich veranschlagt.
Heute ist die Steingadener Wallfahrtskirche Weltkulturerbe. Mehr als eine Million Menschen pro Jahr besuchen sie. Der künstlerische Mut hat sich gelohnt. Jeder Gulden hat sich bezahlt gemacht. Der langfristige Geschäftserfolg zählt.

Ähnlich erfolgreich ist das Buchheim Museum. Als Edmund Stoiber sich, gegen Widerstand aus eigenen Reihen, für dessen Realisierung einsetzte, besuchte er Lothar-Günther Buchheim in Feldafing. Der Ministerpräsident bat den Sammler darum, die Sammlung sehen zu dürfen, für die der Freistaat tief in die Tasche greifen sollte. Buchheim führte ihn nicht zu seinen Gemälden von Kirchner, Beckmann oder Jawlensky. Vielmehr zeigte er ihm eine kleine Sammlung von Heugabeln aus Frankreich, die als Obstbaum am Spalier gezogen, ihre Form von der Natur erhalten hatten. Stoiber begriff. Es kommt darauf an, unkonventionell zu denken. Schönheit liegt nicht nur in der anerkannten Kunst, sondern auch im Unerwarteten. Dass beides unter einem Dach vereint ist, die großen Monumente der modernen Malerei und die kleinen Überraschungen der Alltagskultur, ist die besondere Stärke des Buchheim Museums. Um die hunderttausend Besucher jährlich wissen es zu schätzen.

Was für ein Glück, dass das Kunstforum Weilheim diese Kultur der Liberalitas Bavarica auch für die Kreisstadt selbst fruchtbar macht. Mit der Kunstmesse Weilheim bietet der Zusammenschluss von Künstlerinnen und Künstlern ebendiesen die Möglichkeit, ihre Werke zu Markte zu tragen, ohne sich an kurzfristigen Profiterwartungen messen lassen zu müssen. Uns Besuchern eröffnen sie damit die Chance, etwas zu entdecken, das nicht die bekannten Erwartungsmuster bedient, etwas, das Antworten auf dringende Bedürfnisse unserer Zeit gibt, etwas, das sich erfolgreich in die Zukunft entwickeln kann. Wenn ich durch die großen Kunstmessen schlendere, beurteile ich das Gesehene nach drei Kategorien: 1) »schon gemacht worden«; 2) »noch nicht gemacht worden«; und dem nachgeordnet 3) »musste
gemacht werden«. Das meiste landet in Kategorie 1). Nun bin ich mächtig gespannt, wie viel Kunst der Kategorien 2) und 3) ich in Weilheim zu Gesicht bekomme.

Daniel J. Schreiber
Direktor des Buchheim Museums der Phantasie, Bernried am Starnberger See


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